#59 | Revolte, Renaturierung & Russen | 765. Reisetag

Der neue Monat läutete mit großen Feierlichkeiten ein. An jedem zweiten Juli, seit 21 Jahren, wird der Gründung der Sonderverwaltungszone Hong Kongs gedacht. An diesem Tag im Jahre 1997 wurde die ehemalige englische Kolonie an die Volksrepublik China übergeben. Dabei handelt es sich aber nicht um den Nationalfeiertag. Der offizielle Nationalfeiertag in Hong Kong wird am 1. Oktober gefeiert. Es handelt sich dabei um den „Geburtstag“ des „Mutterlandes“ Chinas. Ich bin mal gespannt wie und ob im Oktober hier gefeiert wird. Der zweite Juli jedenfalls, wir von den meisten Hong Kongesen, die sich in meinem Bekanntenkreis befinden, eher als ein Tag der Trauer als ein Feiertag wahrgenommen. Der Übergabe vom relativ liberalen England an das sozialistische China fallen nun in der Übergangsphase, Stück für Stück, immer mehr Selbstbestimmung, Rechte und Chancen zum Opfer. Vor allem die Jugend erhebt dagegen starken Widerspruch. Die Regierung Hong Kongs und die chinesische Mutterregierung nutzen Tage wie diesen natürlich dazu, stark für diese Fusion zu werben. Es finden überall in der Stadt diverse offizielle Feierlichkeiten, Aufführungen und Informationsveranstaltungen statt. Und da mein Interesse an jenen öffentlichen Ereignissen sowie der Reaktion des Volkes daran natürlich mehr als gegeben war, machte ich mich auf um diese selbst zu erleben.

Offizielle Feierlichkeiten

Suki entschloss sich im letzten Moment doch dazu mich zu begleiten. Sie hat natürlich – wie unglaublich viele Bürger – kein Interesse daran diese heuchlerisch/aufgesetzten Feierlichkeiten mit ihrer Anwesenheit zu unterstützen. Doch schließlich begleitete sie mich um mich mit weiteren Erklärungen sowie Hinweisen zu füttern und mir gute Gesellschaft zu leisten. Herzlichen Dank dafür! So verfolgten wir eine Parade zum großen Festplatz im Viktoria Park. Witziger weise in dem Park, der der ehemaligen englischen Kolonialherrscherin gewidmet war, wird heute – unterm Strich – die Abhängigkeit zu China gefeiert. Noch war der Platz menschenleer, doch nach einer Weile füllte er sich mit hunderten von Akteuren. Über 400 traditionell chinesische tanzende Löwen und Drachen, darunter auch zwei Gigantische, verteilten sich auf dem Platz. Auch kam immer mehr interessiertes Publikum hinzu. Was mir jedoch sofort auffiel: Es waren hauptsächlich westliche Touristen oder Auswanderer, die sich das Spektakel ansahen. De facto waren kaum Bürger Hong Kongs hier auf dem Platz. Ein paar Tage zuvor hatte ich auch einen Artikel gelesen, der beschrieb, wie stark die chinesische Regierung Busreisen von China nach Hong Kong an jenen Tagen subventioniert um, höchstwahrscheinlich, die Feierlichkeiten mit chinesischem Publikum auszustatten. Marketing halt…oder Propaganda?

Nachdem die „Präsidentin“ Carrie Lam, (ihr offizieller Titel ist: „Chief Executive of the HKSAR“) ihre Rede gehalten hatte, wurden in einer Zeremonie die Augen der Löwenkostüme bemalt und die Tänze starteten. Für mich als Außenstehender natürlich cool anzusehen und zu erfahren! Vor allem die großartige Koordination, Athletik und Teamarbeit der Löwentänzer, die mit ihrem unhandlichen Kostüm auf einem Stelzenparcours umherspringen! Danach schlenderten Suki und ich noch über das Areal und schauten uns die großen Stände an, bei denen sich diverse Region Chinas präsentierten und für sich bzw. China warben. Dann schauten wir uns noch an diversen anderen Plätzen in der Stadt verschiedene Shows an. Überall zeigte sich ein ähnliches Bild. Nur sehr wenig Publikum…und wenn, dann waren es entweder weiße oder Chinesen aus dem Mutterland. Wir lauschten traditionell chinesischer Musik, Tanz und vielen weiteren Künsten. Vielerorts wurden Fahnen installiert. Es hängen zwei Fahnen. Die der Sonderverwaltungszone Hong Kong, mit der roten Bauhinia Blüte, und natürlich die Chinesische. Und die Chinesische muss laut Gesetz, stets etwas höher angebracht werden als die Hong Kongs.


Offizieller Widerstand

Danach galt es dann die andere Seite zu erfahren, erleben und zu beleuchten. So schlossen wir uns einer Gruppe an, die gegen die Regierung und den Status Quo demonstrierte. Eine der größten Anti-China Gruppierungen hatte einen Informationsstand direkt neben dem Viktoria Park installiert. Es werden hier mehrere Ideen propagiert. Von kompletter Eigenständigkeit über einen internationalen Bund a la EU (ASEAN/APEC) bis hin zu Verhandlungen mit dem ehemaligen Kolonialherrscher England. Hauptsache Hong Kong wird sich nicht im Jahr 2047 komplett mit China verschmelzen. Überall und jederzeit an diesem Tag war natürlich außerordentliches Polizeiaufgebot zu entdecken. Riesige Busse voller schwer bewaffneter Polizeibeamten in Sicherheitsausrüstung wurden an strategisch wichtigen Orten postiert. Aufgrund der weltweit allgegenwärtigen Terrorgefahr natürlich, aber auch aufgrund der Gegendemonstrationen, die zum Jahrestag immer wieder stattfinden. Hong Kong hat den Ruf eine sehr rücksichtsvolle, sichere und offene Kultur für Demonstrationen und Widerstand zu haben. Doch je näher 2047 rückt, desto aggressiver und emotionaler wird dieser natürlich. Wir selbst wurden fast von einer Polizeitruppe überrannt, als diese eine Demonstrationsmittel sicherstellten. Eine Gruppe demonstrierte ihren Unmut in dem sie die Gesichter politscher und wirtschaftlicher Schlüsselfiguren auf einem Ball anbrachten und diesen mit den Füßen traten.

Kurz darauf startete dann die größte Demonstration in Hong Kong. Abertausende von Menschen in verschiedensten Gruppierungen zogen durch die Stadt. Laut Parolen grölend und Fahnen schwenkend. So fordern einige die volle Souveränität, andere lediglich den Erhalt der Kantonesischen Sprache. Wieder andere kämpften für Menschen- & LIGBT Rechte und manche demonstrierten für oder gegen religiöse Kultgemeinschaften. Das alles und natürlich viel mehr.  Auch diverse internationale Aktivistengruppen, wie zum Beispiel Amnesty International oder Greenpeace, zeigten Flagge. An jenem Tag konnte ich sehr viel lernen und wieder etwas tiefer in den bunten Mix aus Hong Kong eintauchen. Überaus interessant und spannend! Hong Kong befindet sich politisch, kulturell und wirtschaftlich in einer außerordentlichen Situation und es ist sehr aufregend mitzuerleben welche Richtungen angepriesen werden und natürlich wohin es wohl in den kommenden Jahren gehen wird. Viele Menschen in meinem Alter jedoch haben die Hoffnung bereits aufgegeben und bereiten sich bereits heute darauf vor in den kommenden Jahren – auf jeden Fall vor 2047 – ihre Heimat zu verlassen und ihr Glück anderswo zu finden. Auch viele Eltern erziehen und bilden ihre Kinder mit dem Ziel aus, vor 2047 aus dem Klammergriff Chinas zu entfliehen. Das ist mehr als ein Statement! Doch zu sehr möchte ich China hier und heute auch nicht verurteilen, denn ich werde wohl erst in einem Jahr die Chance haben mir selbst ein Bild des gigantischen sozialistischen Industriestaates zu machen. Dann kann ich euch hierzu einen persönlicheren Kommentar abliefern.


Feinkost jagen

An einem Wochenende machte ich mich mit Suki auf ihre Freunde zu treffen um auf die Insel Lantau zu fahren. Dort wollten wir mit dem kleinen Pakyiu auf Muschelsuche gehen. Das sogenannte „Claming“ wird in Hong Kong immer beliebter. Selbstverständlich zum großen Nachteil der Natur. Als Suki mir von der Idee berichtete, studierte ich tatsächlich erst einmal eine wissenschaftliche Studie, die ich in der Onlinebibliothek einer hiesigen Universität finden konnte. Ein Student hatte neben dem generellen Einfluss des Menschen auf die Muschelwelt in und um Hong Kong erforscht und auch ein Teil seiner Arbeit dem „Claming“ gewidmet. Geil ist es natürlich nicht und es sollten auch dringend gesellschaftliche Rahmenbedingungen dafür aufgestellt werden. Doch gereizt hat es mich dennoch brutal. So entschloss ich mir persönlich einen Eindruck zu verschaffen. Es war ein sehr großer Spaß auf der Sandbank einer Bucht nach den Muscheln zu graben. Und es ist erstaunlich wie schnell man doch bereits eine ganze Hand voll gesammelt hat. Teilweise sogar richtig große! Doch zum Glück musste ich nicht lange Diskutieren und alle Beteiligten entließen am Ende das Gros der Muscheln wieder zurück im Schlick.

Nur ein paar Muscheln nahmen wir mit nach Hause um die frisch gesammelten Muscheln zu einem Meeresfrucht-Pasta-Teller zu verarbeiten. Ein sehr schöner Ausflug. Und das reicht mir auch schon. Ein Erlebnis bei dem ich viel über diese Meeresbewohner und ihre konventionelle Ernte erfahren habe. Ein weiteres Mal werde ich aber nicht zum Spaß Muscheln jagen gehen. Achso, natürlich muss zusätzlich erwähnt werden, dass mir selbstverfreilich bewusst ist, dass auch die Muscheln im Markt/Restaurant/Supermarkt irgendwo herkommen müssen und deren Entnahme eine große negative Wirkung entfalten kann. Doch mit der Entscheidung zumindest selbst, hier in Hong Kong, nicht eigenhändig die letzten paar Muscheln aus Spaß einzusammeln, kann ich wenigsten hier lokal ein Statement setzen.


Als das Wetter einmal wieder aufklarte, begaben wir uns auch wieder auf eine kleine Wanderschaft. Es ging auf den Kowloon Peak, einer der höchsten Berge hier am Stadtrand. Auf dem Weg besuchten wir einen Tempel in welchem Gläubige durch Rütteln und Schütteln von Bambus-Stäbchen versuchen mehr über Ihre Zukunft zu erfahren. Natürlich unter Anleitung und Weissagungen von gut bezahlten Hellsehern. Der Tempel war okay, aber ich habe bereits so viele faszinierende Gotteshäuser gesehen, da gibt es zu jenem hier nicht viel zu sagen. Wie gesagt wanderten wir dann steil den Berg nach oben. Wir nahmen einen der Seitenpfade und trafen auch irgendwann auf eindeutige Warnhinweise. Es war richtig anstrengend sich durch den dichten Busch den enorm steilen Berg hinauf zu kämpfen. Kurz vor dem Gipfel, ich kletterte mal wieder zum Spaß an einem Felsen, schlug ich mir dann auch ordentlich das Knie auf. Wieder aus purer Dummheit! Naja, so lange ich auf diesen Trips nur kleine Verletzungen aus eigener Dummheit erleide und keinen dramatischen Unfall erlebe, soll es mir Recht sein. Am Gipfel angekommen brachen dann die Wolken über uns herein. Es war bezaubernd die Wolken über den Pass kriechen zu sehen und schon bald waren wir ganz eingehüllt. Das Mittagsbrot gab es auf der Helikopterplattform neben einem Sendemast und wir zogen nun, bei Regen, auf dem gut präparierten Hauptwanderweg relativ schnell zurück in die Zivilisation. 


Am selben Abend waren wir wieder bei Sukis Eltern zu Besuch und ich wurde von Tony, ihrem Vater, tief in die Kunst der chinesischen Teigtaschenproduktion eingeführt. Es war ein Mordsspaß mit ihren Eltern zu kochen und obwohl sie kein Englisch sprechen – und mein Kantonesisch ebenfalls nicht existiert – konnte ich viel lernen und wir zauberten gemeinsam ein vorzügliches Mahl. Der Hauptteil meines Aufenthaltes hier in Hong Kong war natürlich durch Arbeit geprägt. Ich lernte diverse Ecken der Stadt kennen, führte einige Hotel- und Restaurant-Inspektionen durch und war natürlich auch im Büro fleißig am Werkeln. Von nichts kommt eben auch nichts! Eines Morgens, auf dem Weg zur Arbeit, ich war mal wieder voller Elan unterwegs. Schlug ich die Uhr, die mir Suki in einem Bergdorf in Vietnam schenkte, gegen die Uhr eines entgegenkommenden Passanten! Was ein Zufall, nicht wahr?! Und jupp, meine Uhr hat dabei zwar nicht ganz den Geist, dafür aber das Schutzglas aufgeben. Ich Tollpatsch! Suki und ich verbrachten ob des vielen Regens viel Zeit damit unsere nächsten Ausflüge zu planen und kauften uns ein wenig Ausrüstung für Camping und Co. Nun sind wir also bestens vorbereitet sobald die Hitze und der Niederschlag der Regen- und Taifun Zeit vorüber ist. So lange investieren wir unsere Freizeit eben viel in gemeinsames Kochen und das dazugehörige Schlendern über die offenen Märkte unseres Stadtbezirkes. Alltag eben.


Mit Russen Auf Tour

Ganze vier Tage verbrachte ich damit eine Gruppe aus Russland auf ihrer Incentive-Reise (Reise zur Belohnung oder Motivation) eines unserer Kunden während ihres Aufenthaltes in Hong Kong zu begleiten. Dabei hatte auch ich die Chance neue Dinge zu erleben und an Orte zu gelangen, die ich mir selbst erst einmal nicht geleistet hätte. So schipperten wir zum Beispiel mit einem gemieteten chinesischen Holzschiff durch den Viktoria Hafen und verfolgten die Allabendliche Licht und Lasershow inmitten der Skyline zu beiden Uferseiten.


Ein großer Touristenmagnet, aber auch sehr kostenintensiv, ist die 6 Kilometer lange Seilbahn die quasi vom Flughafen in die Berge der nebenan liegende Insel zu einem kleinen Dorf führt. Mit der Gruppe saß ich in einer der Kabinen, deren Boden verglast ist. Schon ziemlich cool diesen 360° Blick zu haben und ohne Mühen die Berge hinauf gleitet während unter einem die tüchtigen Wanderer sich die Stufen hinauf quälen. Das Dorf im Berg wurde quasi ausschließlich für Touristen errichtet und es gibt nicht wirklich mehr dazu zu sagen. Empfehlen kann ich es leider nicht. Auch der große Buddha und der Tempel neben dem Dorf sind vielleicht für Touristen interessant, die zum ersten Mal Kontakt mit Buddhismus haben und denen egal ist, dass jene Monumente erst vor kurzem zur Präsentation für Touristen dort erbaut wurden. Achja – sowie natürlich für Buddhisten.


Wir besuchten auch ein kleines Fischerdorf, welches noch authentisch bewohnt und betrieben wird. Die Einwohner entschieden sich aktiv, nicht an der großen neuen Welt und deren „Reichtümern“ zu beteiligen die im letzten Jahrhundert in Hong Kong angekommen sind. Sie leben noch immer in Stelzenhäusern in einer kleinen Bucht und leben von der Fischerei. Natürlich nutzen auch sie Elektrizität und Maschinen.  Auch Smartphones haben sie. Jedoch sind sie nicht in die großen Wohnbunker der Stadt gezogen um den Traum vom Reichtum in der Stadt zu träumen. Viele der Ansässigen haben sich auch dem Tourismus zugewandt und so fuhren wir mit einem Boot um die Stelzenhäuser bis hinaus aus der Bucht, aufs offene Meer. Und was ein Glück wir hatten. Unweit der gigantischen Brücke, die Macau und Hong Kong bald verbinden wird, bekamen wir tatsächlich die bedrohten pinken Delfine zu sehen! So schön, dass sich die sympathischen Meeressäuger sich dazu entschlossen hatten sich uns zu zeigen!


Besonders spannend für mich war der Tagesausflug nach Macau. So kam berufsbedingt das 14. Land auf mein imaginäres Reisekonto. Mit der Fähre ist es nur eine gute Stunde bis zur ehemaligen, portugiesischen Kolonie. Heute ist Macau, wie Hong Kong, auch eine Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China und lockt ebenso jährlich Millionen von Besuchern an. Vor allem Chinesen vom „Mainland“ wie die Bürger der Volksrepublik hier genannt werden. Die Fähre setze uns an der Halbinsel von Macau ab, die auch die Altstadt beherbergt. Wir besuchten den Macau-Tower, einem Aussichtsturm den ein reicher chinesischer Geschäftsmann 1:1 dem Sky-Tower in Auckland, Neuseeland hier hingesetzt hat. Ojemine…die Chinesen und ihre Kopierkunst… Eine Form des Respektes und Lobes soll es ja sein… aber bitte!... Wir passierten danach alte portugiesische Kolonialbauten, christliche Ruinen und verköstigten lokale Spezialitäten. Ein schöner aber nicht zu besonderer Altstadt-Trip eben.



Die wahre Attraktion Macaus ist nämlich die gigantische Casino-Insel im Süden des Landes. Quasi das „Las Vegas“ Asiens. Und „quasi“ sage ich nur, weil es deutlich größer und geschäftiger ist als sein amerikanisches Vorbild! Es mögen zwar mehr unterschiedliche Casinos in der Wüste Nevadas stehen, jedoch wird hier im Jahr mehr als sieben (7!) mal so viel Umsatz mit Glückspiel gemacht, als in Las Vegas! Vor allem um das chinesische Neujahr herum, die „Glückstage“, strömen bis zu drei Millionen Asiaten täglich in die gigantischen Casino- und Hotelkomplexe um ihr Glück auf die Probe zu stellen! Alles was Rang und Namen trägt ist auch hier vertreten. Das MGM, Wynn etc. pp. Die Hotelgruppe Sands hat hier einen eigenen kleinen „Strip“ errichtet. Eine Prunkstraße mit Themenhotels wie das „Parisian“ oder das „Venetian“. Macau wird als Unterhaltungszentrum für China etabliert und es schlägt sich diesbezüglich gar nicht mal so schlecht. So zog auch ich meine Runden, schaute bei einer Vegas-mäßigen Zirkusshow vorbei und bestaunte die beeindruckende Architektur der Casinos. Ein Eiffelturm steht hier übrigens auch! Aber der ist nur halb so groß wie sein Vorbild in Frankreich. Als meine Gruppe beschäftigt war, verspielt ich noch 1,90 EUR im Casino bei den Automaten mit den günstigsten Einsätzen. Zwei Euro war mein Limit, doch ich konnte den Verlust meiner letzten 10 Cent nicht übers Herz bringen und tauschte meinen letzten Chip beim Kassierer wieder in echtes Geld um. Die letzten Cents bekommt ihr nicht!!! Natürlich habe ich unglaublich viele Eindrücke und Erzählenswertes aus Macau mitgenommen, doch davon erzähle ich euch in einem anderen Reisebericht mehr, wenn ich es einmal in meiner Freizeit geschafft habe das Land zu besuchen. Dies sollte nicht so lange dauern.


Die Welt ist ein Dorf und so steigt nun hier auch der Blut Mond auf. Was bei euch in Deutschland sicher auch ein Spektakel war, war hier nicht weniger. Suki und ich spazierten in der Nacht die Uferpromenade unweit unserer Wohnung entlang und wurden von Hobby- und professionellen Sterneguckern mit ihren teilweise heftigen Gerätschaften freundlich und offen informiert und willkommen geheißen. Jedoch stellte sich heraus, dass das schöne Rot wohl erst gegen 3:30 Uhr morgens zu sehen sein. Da am nächsten Tag die Arbeit rief, ließen wir eben auch für diese besondere Nacht, den Mond Mond sein.

 

Ich hoffe dir hat der kleine Auszug aus meinen Hong Kong Erlebnissen gefallen und bedanke mich recht herzlich, dass du dir die Zeit genommen hast. Gerne bin ich für Fragen oder Kommentare offen. Ich melde mich bald wieder und wünsche euch allen eine außerordentlich schöne Zeit!

 

Euer Schilli


Funfacts

- Nach dem Muschelsammeln nutzte ich zum aller ersten Mal ein Taxi in Hong Kong! Nichts Besonderes vielleicht, aber ich habe es doch relativ lange ohne privaten Nahverkehr ausgehalten!

- Juhuu! In einem der Industriegebäude haben wir einen Laden entdeckt, der sich auf Waren spezialisiert hat, die kurz vor dem Verfallsdatum (MHD, Best before etc.) stehen. Win-Win!

- Walter, der Inhaber der Hotelmarke mit der wir uns das Büro teilen, hat zur Poolparty eingeladen. In seinem Pool Haus haben wir vorzüglich gegrillt und gemeinsam in seiner Wohnung die Fußball WM verfolgt. So witzig!

- Beim Tempelbesuch kurz vor dem Erklimmen des Kowloon Peak, scherzten wir über einen +2,10m großen Touristen (schätzungsweise aus Nordeuropa) der aus der Menschenmenge heraus stach. Nun rate einmal wer mir Wochen danach in Macau in einem Casino wieder über den Weg lief…




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