#47 | Temporäre Komfortzone | 538. Reisetag

Suki, Lisa, Tobi und mich trug der Bus weiter gen Norden. Die Provinz Chiang Rai und dessen Hauptstadt desselben Namens begrüßten uns herzlich. Nach nur etwas schlendern und anklopfen bei diversen Hostels und Gasthäusern, fanden wir schließlich eine passende Unterkunft. Mit knapp 70.000 Einwohnern glänzt die Stadt mit Übersichtlichkeit und Naturnähe. Genauso wie ich es gerne habe. Doch zuerst einmal will die Stadt erkundet werden. Der Kern besteht aus dem Touristenviertel und bietet alles was man eben so braucht. Doch es hat auch seinen Preis. Nur eine Parallelstraße daneben zahlten wir pro Bett weniger als die Hälfte, als in einem der hippen Hostels. Und wie bekamen sogar Privatzimmer mit Bad dafür! Nicht immer sind Hostels die günstigste Option. Besonders in Ländern, die bei Rucksacktouristen sehr beliebt ist. Doch natürlich bezahlt man in Hostels auch für die Gesellschaft. Nirgends lernt man so schnell neue Freunde kennen und genau deswegen ist es für allein reisende Individualtouristen oft doch die beste Wahl. Doch feierlicher Weise war ich ja gerade nicht alleinreisend, sondern hatte fabelhafte Gesellschaft selbst im Gepäck.

Ein Tourist, ist ein Tourist, ist ein Tourist

Wir vier zogen nach einer Ruhephase los den zentralen Nachtmarkt, den es in so gut wie jeder touristischen Stadt Thailands gibt und jeden Abend stattfindet, zu entdecken. Kleine Buden preisen dies und dass an. Oft ähnlich und meistens aus China importiert. Zudem liegen die Preise deutlich höher als besucht man einen Markt etwas außerhalb des Zentrums. Aber dafür ist alles schön her gerichtet und die Damen und Herren hinter den Verkaufstischen sprechen auch das notwendige Englisch. Auch bieten diverse Bühnen live Musik, traditionell oder modern, oder auch Tanzshows dar. So auch im Essbereich des „Night-Bazaar“ in Chiang Rai. Um einen Platz sind viele kleine Imbisse gestellt, die leckeres Abendessen von A bis Zink anbieten. Wenn man etwas genauer hinsieht, erkennt man dass sich nach ein paar Metern, die Imbisse wiederholen. Es stecken also größere Ketten bzw. Franchise-Unternehmen dahinter. Das nimmt irgendwie den Flair des Marktes. Manchmal sollte man einfach gar nicht soweit denken und nur genießen. Doch wir hatten unseren Spaß und Tobi orderte einen „Hot Pot“, bei dem er sein Süppchen mit frischen Zutaten selbst zusammenstellen kann. 


Nach dem Essen war dann die Grundlage für einen Abstecher in eine Bar geschaffen. Tobi hatte bereits eine Bar erspäht, in denen keine hart arbeitenden Sexarbeiterinnen oder –arbeiter (Ladyboys) ihrem Beruf nachgingen. Die Cat Bar lockte uns mit einem Billiardtisch und dem Schild „Jam with Sam“. Und um punkt 22 Uhr betrat dann auch Sam (TH), der Besitzer, die Bühne und begann auf der Gitarre zu spielen und dazu zu singen. Obwohl er nur noch einen Zahn besaß, rockte er durch die Jahrzehnte und es war unschwer zu erkennen, dass er in den 60er-80er Jahre seine wilde Zeit gehabt haben muss. Später erzählte er mir dass er, als die Hippies aus Europa und USA mit ihren Bussen in Thailand ankamen, einen abgekauft hat und die Route entgegengesetzt bis nach Europa zurück gefahren ist. Ein waschechter Thai-Hippie sozusagen. Ich ließ es mir nicht nehmen auch etwas musikalisch mitzuwirken und so spielte ich mich über Bongos, Schlagzeug und E-Bass langsam zur Gitarre und dem Mikrofon. Dann gesellte sich noch eine Saxophonistin dazu und wir spielten gemeinsam. Sehr geil!


In der Zwischenzeit freundeten sich die drei anderen mit zwei jungen Dänen an, die auf dem klassischen „Schule-ist vorbei, ich gehe mich mal selbst finden aber besaufe mich unter Gleichgesinnten, Thailand-Trip“ unterwegs waren. Aber sie waren ganz unterhaltsam. Ein paar Tage später lernten wir zwei Deutsche kennen, die viel schlimmer waren. Laut, respektlos und größenwahnsinnig. Aber naja, jeder wie er möchte. Ich mag das nun nicht bewerten. Ich freue mich über jeden, der nur irgendwie seine Heimat verlässt und etwas über die Welt lernt. Es gibt hier jedoch diese zwei Extreme. Diese feierwütige Schulabgänger und traurige Senioren, die die offene und preiswerte Prostitution ins Land lockt. Beides irgendwie eine Art Sextouristen. Die Jugend bleibt unter sich und die Senioren kaufen es an einen der unzähligen Möglichkeiten. Viel mehr möchte ich über den Sextourismus hier jedoch nicht verlieren, es gibt viele gut recherchierte Artikel diverser Perspektiven darüber im Netz zu lesen. Ich habe mir auf jeden Fall, natürlich ohne Extras, an einer Bude am Nachtmarkt eine Thai-Massage gebucht. Und sie war gar nicht so schmerzvoll wie erwartet. Da war der Masseur wohl gnädig mit mir. Glück gehabt.

Frühstück besorgten wir uns in der von uns „Cheap Street“ getauften Parallelstraße neben unserem Gasthaus. Für 1-2€ kann man hier sehr gut und lokal essen. Direkt daneben befindet sich das öffentliche Krankenhaus und viele Thailänder speisen hier in den kleinen Buden am Straßenrand oder nehmen sich etwas auf die Hand. Auch befinden sich hier öffentliche Sportplätze, so sahen wir eines Abends beim Abendessen zwei Schulen in Basketball, Fußball und Volleyball konkurrieren. Was ein Fest, die Fanclubs der Schulen warteten mit Trommeln, Trompeten, Geschrei und Pompons auf! Die sportliche Qualität beider Mannschaften war aber eher mäßig. Von hier aus buchten wir auch einen sogenannten Songthaew. Eine Art Multieinsatzfahrzeug. Es dient im Linienverkehr ebenso wie Sammel- oder Privattaxi. Die Ladefläche des Pick-Ups wird mit Bänken und Dach ausgestatten und sie gelten als die günstigsten Personennahverkehrsmittel. Unser Fahrer bringt uns ein wenig außerhalb zum Wat Rong Khun, der wohl berühmtesten von Menschen errichteten Attraktion in der Region.

Osama Bin Laden & Sailormoon?!

Wat Rong Khun ist im Westen eher bekannt unter “Der Weiße Tempel”. Der thailändische Künstler Chalermchai Kositpipat baut seit 1996 an seiner Hinterlassenschaft für die Welt. Die Außenfassade des Tempels ist komplett, mit ein paar Spiegeln verziert, in Weiß gehalten. Und er sieht wahrlich ungewöhnlich und interessant aus. Von weitem geradezu schön. Je näher man jedoch kommt umso klarer wird die Geschichte die Kositpipat erzählen möchte. Aus dem Boden greifen Untote nach einem und man überquert die Brücke geschützt vom Übel der Hölle in das Innere des Tempels. Soweit ganz cool. Im Inneren wird der Übergang von Hölle zum buddhistischen Paradies in einem gigantischen Wandgemälde symbolisiert. Auch nicht zwingend was Neues. Aber halt mal… Was sucht Kung Fu Panda dort im Bild? Und hey, ist das nicht Michael Jackson und Batman? Und warum ist George W. Bush auch hier verewigt? Immer mehr Vertreter aus der Popkultur und Politik sind hier zu finden. Teils Superhelden, teils Superbösewichte… Das ist doch schon ziemlich obskur.

Außerhalb des Tempels machte sich Tobi an die Recherche und ich schaute mir die am Baum herunterhängenden Köpfe verschiedener Superhelden aus diversen Comics, Filmen etc. an. Deadpool hängt an einem Ast während Konfuzius nebenan hängt… Ist doch irgendwie komisch. Unterm Strich: Der Künstler will sagen, dass alle Superhelden es zwar versuchen, aber nicht schaffen gegen das Böse des Irdischen Lebens (symbolisiert von Osama bin Laden und George W. Bush) anzukämpfen. Allein der Buddhismus wird die Gläubigen zum ewigen Licht führen… oder so ähnlich. Wie sagt man doch so schön; In der Liebe, der Kunst und dem Krieg ist alles erlaubt. Aber ich find’s irgendwie scheiße. Naja, also es war witzig und etwas Neues für das Auge, aber wirklich? Ist das deine Message an die Welt?... Nun ja, es tut seinen Zweck. Es kamen haufenweise Besucher aus aller Welt hier her und rings herum gab es ausreichend Möglichkeiten sich mit Souvenirs einzudecken. Zudem eine Galerie, in dem sich der Künstler ordentlich selbst abfeiert. Doch hat er ein paar sehr coole Werke darin ausgestellt und er versteht sein Handwerk schon recht gut. Was noch ganz cool ist: Der Bau wird rein durch Spenden finanziert, wobei um Unabhängigkeiten zu gewährleisten eine Spende von maximal 250€ möglich ist. So wird die Fertigstellung des gesamten Areals auf das Jahr 2070 geschätzt. Aber wir alle hatten ein sehr komisches Gefühl und wussten nicht wirklich was wir davon halten sollten. Mein persönliches Fazit: Von außen sieht es ganz cool aus, aber Antoni Gaudi konnte das besser!

Mit den Akhas im Wald

Irgendwann mussten auch Tobi und Lisa sich langsam an den Rückweg machen. Wir verabschiedeten uns nach einem weiteren fantastischen Frühstück und ich schätze mich sehr glücklich die zwei für ein paar Tage an meiner Seite gehabt zu haben. Großartige Menschen, die ich Deutschland als meine Freunde gewinnen konnte und daran hat sich bis jetzt auch nichts geändert. Danke Lisa, Danke Tobi! Kommt gut nach Hause! Doch ich wurde nicht alleine zurück gelassen. Suki hatte sich schon längst als Mitglied der Gang integriert und es kam uns gar nicht in den Sinn verschiedene Wege zu gehen. Wir streunten auf dem Nachtmarkt umher, holten uns jeden Tag unsere Dosis Fruchtshakes und planten auch gemeinsam einen Ausflug in die Berge. 

Auf dem Rücken eines Pick-Up Trucks fuhren wir in ein kleines Dorf des Akha Stammes. Meine Freundin Clio aus Deutschland hatte mir den Tipp hierfür gegeben. Danke dir Clio! Hier im Dorf wurden diverse Bambushütten und ein Restaurant für Touristen gebaut, in welchem wir uns einquartierten. Das Dorf liegt in den Bergen mitten im Dschungel. Die Fahrt hinauf war teilweise richtig steil und somit auch ordentlich spaßig. Und die Temperaturen vielen entsprechend hinab. Es wurde sogar teilweise richtig kalt in der Nacht und ab und an kam sogar noch etwas Regen runter. Doch trotz eines kleinen Nieselschauers machten Suki und ich uns auf um noch ein paar weitere Dörfer in der Umgebung zu besuchen. Wir wanderten in ein Dorf des Lahu Stammes und duschten unter einem Wasserfall. Es war sehr idyllisch und angenehm eine kleine Pause von der Stadt zu haben.


In dem Bambusresort trafen wir neben einigen Einheimischen auch Peter und Bert aus Belgien, mit welchen wir den Abend gemeinsam ausklangen lassen. Ansonsten war hier nicht viel los. Kaum andere Gäste kamen in den Wald. Obwohl dies hier sicher ein schöner Ort ist um mit einigen Leuten viele Aktivitäten zu unternehmen. So gibt es ein paar Meter abwärts eine relativ große Poolanlage, die sogar eine Liane für gewagte Vom-Beckenrand-Springer anbietet. Aber die Hochsaison war wohl noch nicht ganz angekommen hier im Norden. Lediglich eine Gruppe Schüler, die mit einer internationalen Organisation für fünf Tage durch den Regenwald und die Hügel Nordthailands wanderte, legte einen Stopp hier im Dorf ein. Doch schliefen sie nicht in Bambushütten, sondern in Hängematten unter dem Restaurantdach. Wir aßen eine lokale Delikatesse. Bananenbaum Suppe. Das Herz des Bananenbaum Stammes wird in einem feinen Curry gekocht und schmeckt wirklich wunderbar. Zwar ist hier im Dorf alles etwas teurer, doch Suki und ich hatten uns vorher bereits mit ein paar Dingen eingedeckt. So gab es auch die letzte Dose Schinkenwurst aus Deutschland mit Toast und frischen Avocados. Nachdem es wieder die komplette Nacht durchregnete und wir auch etwas fröstelten entschieden wir am nächsten Morgen zu heißen Quellen zu wandern.

Natürlich wurde es dann, während wir so durch den Dschungel liefen, brutal schwül und heiß. Aber das Ziel der heißen Quellen war gesetzt. Dort angekommen nahmen wir ein entspannendes Thermalbad und kochten Eier in einer dafür vorgesehenen Sektion der Quelle. Die Eier sollten unser nächstes Frühstück etwas aufpeppen. Wir verbrachten einen schönen letzten Abend mit den Belgiern und Akhas beim Kartenspielen. Mit einem Herrn aus Myanmar, welcher zu Zeit im Dorf jobbte und seine Frau aufgrund ihrer Schwangerschaft das Krankenhaus in Chiang Rai besucht, konnte ich viele Gespräche über sein Land führen und er bot mir sogar an, seine Region persönlich vorzustellen um mich als eventuellen Partner für eine ähnliche Art Bambusresort mit geführten Outdooraktivitäten dort auf zu ziehen. Das klingt schon sehr interessant. Eine wahnsinnige Möglichkeit um ehrlich zu sein. Aber Myanmar? Ich habe ja wirklich kein Problem mit Entwicklungsländern, aber ich möchte ungern als Unterstützer des dortigen Militärs ein Business eröffnen. Zu befürchten hätte ich nichts, sein Onkel sei hochrangiger Offizier und Vertreter seiner Region im Parlament… Gerade deswegen ist es vielleicht keine gute Idee, meine ich… Wir knüpften den Kontakt im Netz und er fuhr Suki und mich wieder zurück in die Stadt. Ein wahnsinnig schöner Ausflug abseits der Massen und mit authentischen Begegnungen. Doch waren wir auch glücklich, dass wir wieder etwas angenehmere Temperaturen um uns hatten.


Vorsicht, Bert!

Wir waren also zurück in unserer temporären Komfortzone. Wir wussten wo was zu finden war und bekamen auch ein großes, luxuriöses Zimmer im Gästehause, wo wir zuvor immer Frühstücken waren. Sehr geil war, dass wir Bert das Haus auch empfohlen hatten und er nur eine Stunde später auch dort aufkreuzte. So hatten wir schon wieder eine kleine Gruppe zusammen, die über die nächsten Tage stetig wuchs. So kam irgendwann Berts britischer Kumpel David und dann schließlich seine Thailändische Freundin Nittaya dazu. Wir verbrachten gemütliche Stunden in dem lokalen Marktplatz, abseits des Touristenmarktes. Dort gab es unter anderem auch das thailändische Gericht „Suki“ zu essen. Sehr lecker aber für mich viel zu scharf! So langsam kehrte eine erholsame Routine ein. So holten wir uns um punkt 17 Uhr einen frischen geeisten Fruchtsaft und kehrten abends bei Sam ein. Immer wieder landete ich auf der Bühne oder auf einer der Bühnen der anderen Bars.

Eines Tages mieteten sich Suki und ich einen Motorroller um ein paar weitere Tempel und das Teakholzmuseum, das sogenannte „Black House“ (Thai: Ban Daam) zu besuchen. Das Künstlerkollektiv rund um den 2014 verstorbenen Thawan Duchanee hat hier ein Freiluftmuseum mit ca. 15 Häusern geschaffen. Das schwarze Haus soll eine Art Gegengewicht zum weißen Tempel darstellen. Um die schwarze Gestalt der Gebäude und Konstruktionen zu erhalten, wurde fast ausschließlich Teakholz verwendet. Die Künstler hier, Duchanee voran, haben als Material hauptsächlich verstorbene Tierkadaver (lt. offizieller Aussage auf natürlichem Wege verstorben…) aufbereitet. So säumen unzählige Tierhäute von Schlangen, Krokodilen, Elephanten und Bullen die Ausstellungsstücke. Das Ganze bringt irgendwie ein Wikinger Gefühl mit sich. Rau, hart, von Tod umgeben. Das kleine Dorf ist genau das: Ein Dorf. Wohnhäuser, Badeeinrichtungen, Festhalle etc. wurden hier installiert und sollen das Leben mit dem allgegenwärtigen Tod darstellen. Mir hat dies hier auf jeden Fall besser gefallen als der weiße Tempel, jedoch wiederholte sich die Thematik für mich zu oft, sodass ich dem nach einer Stunde bereits überdrüssig war. Jedoch schön anzusehen.

Bert ist seit Wochen bereits mit einem Dirtbike, also einer Mischung aus Motocross und Tourenbike durch Thailand unterwegs. So verabredeten wir uns mit Ihm und er lotste uns zu einem Wasserfall in der Nähe. Hier picknickten wir drei und nahmen ein Bad. Als ich gerade den Wasserfall hinabgesprungen war, signalisierte mir Bert etwas, sprach ganz aufgeregt zu mir und flitzte davon. Er ist beim Klettern gestürzt und fing sich mit der Hand, die nun enorm schmerzt. Mir blieb gar nicht die Möglichkeit groß zu überlegen, da war er schon fort. Am nächsten Morgen stellte sich dann heraus dass er sein Handgelenk angebrochen hatte. Ohje…und doch schaffte er es mit dem Motorrad zurück nach Chiang Rai zu kommen. Glück gehabt mein Freund! Aufpassen! Nach dem Wasserfall schwangen sich auch Suki und ich zurück aufs Zweirad und wir fuhren noch einen der Berge hinauf um einen schönen Ausblick auf die Stadt zu bekommen. Zudem besuchten wir einen See und einen weiteren Tempel bevor wir uns zum alten Flughafen aufmachten. Der alte Flughafen liegt quasi im Stadtzentrum und wird abends regelmäßig als Picknick und Sportfläche genutzt. Quasi Berlin Tempelhof in klein.

Vorgestern reiste dann auch Suki zurück nach Hong Kong. Die Arbeit ruft. Es war eine zauberhafte Zeit, aber auch ich fühle, dass wieder etwas Bewegung hinein kommen kann. So verbrachte ich noch einen letzten Tag mit den anderen und brach schließlich morgens in den Süden auf. Das Songthaew brachte mich zum Busbahnhof außerhalb der Stadt und ohne auch nur eine Minute Verzögerung konnte ich den Bus besteigen, der mir die kommenden 8 Stunden Obdach gewährt.

 

Nun bin ich wieder allein, allein… Weihnachten kommt langsam näher. Wie in Europa füllen sich die Läden mit Weihnachtsartikeln und Dekorationen in feinstem Coca-Cola Rot. An jeder Ecke sind Plastiktannenbäume zu sehen. Doch bei 25°C kommt bei mir noch keine Stimmung auf. Aber auch nicht so wichtig. Letztes Weihnachten hatte ich in einer 36 Stündigen Busfahrt von der Türkei in den Iran verbracht. Und ich gehe auch stark davon aus, dass ich auch dieses Jahr nicht alleine sein werde.

 

Euch eine hervorragende Zeit. Ich hoffe ich kann bald durchsenden, was genau passiert ist.

 

Euer Schilli


Funfacts

- Beim Bezahlen in Sams Bar, bekam Tobi 20 Bhat zu viel raus. Die Bedienung meinte: „Trinkgeld fürs beeindruckend viel trinken!“.

- Mit den besoffenen Dänen sind wir morgens um 3 Uhr noch in ein lokales Restaurant. Der Koch wollte es uns wohl zeigen wo der Hammer hängt. #brutalscharfistuntertrieben

- Alltagsbild: Mittag. 13:00 Uhr. Eine „Masseurin“ bietet Passanten, auch uns, ihre Dienste an. Ein alter, dürrer, weißer Mann entgegnet lauthals und unverschämt: „Just a Massage??? That’s all??!“ und torkelt mit seinen dürren Beinchen in das Etablissement.

- Was sehr cool ist: Vielerorts finden sich öffentliche Waschmaschinen. Mit Münzen kann man hier selbst seine Wäsche waschen. 


Vielen Dank auch an Suki, Tobi & Lisa für ein paar der Bilder!!!


Kommentar schreiben

Kommentare: 0