#28 | Mit Persia durch Sri Lanka | 270. Reisetag

Kurze Info vorab: Ich befinde mich derzeit wieder in Indien. Leider ist seit ein paar Wochen mein Laptop kaputt. Deswegen die immense Verzögerung meiner Artikel. Ich bitte euch um Geduld und Entschuldigung. In den kommenden Wochen versuche ich eine adäquate und preiswerte Alternative für meinen Laptop zu finden. Sollte also jemand einen Laptop zu viel haben... =).
Nun viel Spaß beim Lesen und Bilder/Videos schauen...

Am späten Nachmittag machte ich mich auf zum Flughafen. Durch das Gewusel der Millionen lief ich die letzten Kilometer dorthin. Total Unverständlich für die Einheimischen. Warum sollte man so eine Strecke laufen? Und vor allem warum tut das der weiße, reiche Mann, der es sich doch bestimmt leisten kann? Doch ich genoss es und kam jedoch total verschwitzt, dreckig und erschöpft am Mumbaier Flughafen an. Bestieg den Flieger und erhaschte glücklicherweise noch einen letzten Blick aus der Vogelperspektive, durch den Smog, auf die Hochhäuser und Slums der Stadt. Nach 2:45 Stunden Flug landete ich in Colombo. Der Pilot hatte sich wohl etwas verschätzt und wir hüpften ordentlich auf der Landebahn umher. So eine misslungene Landung habe ich noch nie erlebt. Aber alle überlebten und so konnte ich mich gemütlich dem Einreiseprozedere entgegenstellen. Hektik hatte ich nämlich keine. Persia, meine iranische Freundin, die mich für 2 Wochen begleiten wird landete 6 Stunden später und ich beschloss im Flughafen auf sie zu warten. Nach der Einreisekontrolle hieß es erst einmal Bargeld besorgen. Wie immer bin ich zum Kreditkartenautomat um mich zu versorgen. Und wieder gab es Problem. Dieses Mal ging es sogar soweit, dass ich die Notfallnummer meiner Bank kontaktieren musste. Diese haben mir dann ganz ruhig erklärt, dass sie die Auszahlung von 1,20 € nicht bewilligen. Upsi, da haben mich die vielen Nullen wohl irritiert. Zack, als ich dann Sri Lanka Rupien im Wert von 120 € beantragte (20.150,00 LKR) funktionierte es ohne Probleme.

Und was für wunderschön farbenprächtiges Geld die Lankanesen (so nenne ich sie jetzt einfach mal) haben! Da könnte sich Monopoly noch eine Scheibe abschneiden. Scheinende Farben und wunderschöne Tier- & Naturmotive liegen da in meiner Hand. Wieder einmal gilt: Erstmal mit der Währung vertraut machen. Die folgenden Stunden auf dem Flughafen verbrachte ich mich Schreiben, einer Handy-Sim-Karte besorgen und Menschen gucken. Ich hatte mich schnell mit dem Verkäufer des Telekommunikationsanbieters angefreundet und er führte mich ab und an durch die Katakomben des Flughafens und zeigte mir eine dunkle Ecke ich der ich sogar rauchen konnte. Sri Lanka möchte bereits im Jahr 2020 rauchfrei sein und dementsprechend schwierig ist es einen Platz zum Rauchen zu finden. Ganz abgesehen von den horrenden Preisen und Verfügbarkeit von Zigaretten. Jedoch konnte ich mich hier glücklich schätzen und die Zeit am Flughafen verging – Achtung Wortspiel – wie im Fluge. So konnte ich Persia in Empfang nehmen und ein bereits im Vorfeld organisierter Shuttle brachte uns nachts um drei Uhr zu unserem Hotel.

Wie im letzten Artikel bereits erwähnt werde ich eine Weile mit Persia zusammen reisen und sie in die Welt des Niedrigbudget-Rucksack-Reisens einweisen. Persia möchte zu ihrem Recht anonym bleiben und heißt in Wirklichkeit natürlich anders. Auch werdet ihr hier keine Bilder von ihr finden. Persia macht gerade eine schwierige Zeit in ihrem Heimatland Iran durch. Durch sie lernte ich noch viel mehr über die Iranische Kultur kennen. Viel Schönes, Anderes aber auch Beängstigendes. Sie klärte mich über viele Probleme auf, der sie als Frau, Ehefrau und Opfer häuslicher Gewalt aktuell gegenüber steht. Natürlich hört man immer wieder vom Unrechtssystem in islamischen Ländern besonders bezüglich Frauenrechte. Hört man jedoch davon aus erster Hand ist es noch viel erschreckender. Ich werde hier nicht mehr in Details gehen. Dies ist nicht die Plattform dafür. Natürlich habe ich versucht ihr so weit wie möglich zu helfen und sie weiß auch, dass ich ihr jederzeit mit meinen möglichen Mitteln und die meiner Freunde zur Seite stehe. Sie ist eine starke Frau, beeindruckend. In den kommenden Zeilen werde ich mich jedoch auf die herausragenden gemeinsamen Erlebnisse konzentrieren.

Die Hauptstadt Colombo

Es gibt natürlich sehr viele Ähnlichkeiten zwischen Indien und Sri Lanka. Die Nachbarn teilen sich viele kulturelle Gemeinsamkeiten und die Lankanesen sind für mich von Südindern nicht zu unterscheiden. Sie sind natürlich um einiges dunkler als die Nordinder und sprechen auch weder Hindi noch Urdu. Singhalesisch und Tamil sind die am meisten verbreiteten Sprachen. Diese zwei Gruppen stellen den Großteil der Bevölkerung dar. Tamilische Separatisten haben bis vor kurzem, bis 2009, noch das Land in einen Bürgerkrieg versetzt. Aber ich möchte nun keine Exkursion in die nahe Geschichte machen. Da die Insel natürlich auch ein sehr beliebtes Touristenziel darstellt, sprechen hier auch sehr viele Menschen Englisch. Insgesamt ist alles etwas einfacher und angenehmer als in Indien. Es ist um einiges sauberer, einfacher organisiert und touristisch mehr erschlossen. Ist aber auch verständlich, dieses kleine Inselchen mit 22 Mio. Einwohnern lässt sich natürlich um einiges leichter organisieren als das enorme, komplexe Indien. Auch ist der Buddhismus hier um einiges mehr präsent. Buddhismus, Islam und Hinduismus bilden die Hauptreligionen des Inselstaates.

Die Stadt Colombo selbst bietet nicht sonderlich viel Bemerkenswertes. Sie ist eben eine Hauptstadt. Dennoch hatten Persia und ich unseren Spaß daran durch die Straßen zu schlendern um den Flair aufzusaugen. Besonders gefallen hat mir der Besuch im Nationalmuseum. Eine rundum Information über das Land, seine Geschichte und seine Kultur. Ein fantastischer Start in unsere kleine Entdeckungsreise. Alles natürlich fein verpackt in einem der Paläste im Kolonialstil. Die Engländer, Holländer und Portugiesen haben es sich natürlich nicht nehmen lassen auch hier dem Land seinen Stempel aufzudrücken. Direkt nach dem Museum landet wir per Zufall auf einem Street Food Festival. Laute Musik dröhnte aus den Boxen und der DJ vor Ort freute sich natürlich in mir einen extrovertierten Interviewpartner gefunden zu haben. Ich bedankte mich mit einem kleinen Tanz auf dem Markt. Es war noch früh morgens aber die freundlichen Menschen hier machen einfach gute Laune! Und das brutal scharfe Essen sowieso! Weiter haben wir zwei fabelhafte Buddhistische Tempel besucht und bestaunt. Was weniger erfreulich war, dass wir auf der Promenade an einem See in der Stadt zeugen einer Gewalttat wurden. Wir schlenderten so umher und neben uns tauchten drei schlichte Männer und eine Frau auf. Vermutlich Obdachlose, oder zumindest Unterschicht. Plötzlich begann einer der Männer die Frau zu verprügeln. Natürlich habe ich lautstark zu erkennen gegeben, dass mir dies missfällt und meine Rufe haben ihn direkt gestoppt sowie einen in der Nähe patrouillierenden Polizisten herbei gerufen. So konnte sich dies wenigstens schnell ordentlich beruhigen.


Persia und ich blieben nur ein paar Nächte in Colombo. Ich genoss den Luxus hausgemachtes Iranisches Essen zu genießen. Persia brachte sogar Zutaten aus dem Iran mit. Was habe ich ein Glück. Wir besuchten noch ein paar weitere Monumente und Denkmäler. Wir verhandelten unerfolgreich mit Schlangenbeschwörern und bestaunten die außerordentlich schöne Fauna in der Stadt. Überall sind Pflanzen in voller Blütenpracht zu entdecken. Ein anders Mal viel eine Frucht von einem Baum direkt vor meine Füße. Ein hilfsbereiter Passant hat uns dann freundlich erklärt wir man die Frucht öffnet und isst. Es handelte sich hierbei zwar „nur“ um eine Mandel, aber ich bin entzückt über die Erklärung des Lankanesen und seine Offenheit uns  gegenüber. Die Stadt liegt direkt an der Westküste der Insel und es gibt auch schöne Promenaden am Meer entlang. Wir haben uns jedoch entschieden erst einmal ins Landesinnere zu fahren. Hier gibt es einige der schönsten und berühmtesten Zugstrecken der Welt. Und so wollten wir uns ein Ticket buchen. Wollten…die Tickets für reservierte Sitzplätze sind bereits Wochen vorher ausverkauft. Glücklicherweise erhaschten wir noch dennoch ein Ticket und fuhren nachmittags los.

Heiliger Zahn in Kandy?

Die Zugfahrt begann sehr holprig. Also richtig holprig. Es fühlte sich teilweise an, als wären die Räder quadratisch. Aber als wir dann aus der Stadt kamen und über Land endlich die Berge vor uns sehen konnten, verloren wir an Fahrt und es wurde angenehmer. An einer Station wurde die Lok ans Ende des Zuges gebracht denn von nun an wird sie schieben. Es ging die pittoresken Berge hinauf. Wir passierten kleine Dschungel-Dörfer, Teeplantagen und Steilhänge. Wir hatten Glück, denn genau als wir an einem der Steilhänge, nebst einem großen Tal, fuhren, tauchte ein zauberhafter Sonnenuntergang alles in wundervolle Farben. In Kandy angekommen bezogen wir unser Hostel. Eine tolle und gemütliche Unterkunft am Rande der Stadt. Persia und ich genossen die Idylle des Dschungels auch wenn die Mücken hier einem ab und an den letzten Nerv rauben. In Kandy stattete ich mich auch wieder mit einer neuen Powerbank aus und wir konnten einige schöne Dinge hier erleben.


Im Hostel lernten wir Laurin kennen, einen Wiener der gerade auch auf Asientour ist. Einen ganzen halben Tag verbrachten wir gemeinsam im botanischen Garten. Ich war selbst überrascht, wie gut er mir gefällt, also der Garten. Unzählige abgefahrene Pflanzenarten gab es zu entdecken und auch die Sammlung aller Palmenarten an einem Ort war überaus interessant. Besonders bemerkenswert sind die unzähligen Flughunde die den Park bewohnen. Fledermausähnliche Tiere die eine Spannweite bis 1,50m haben können, hingen zum Schlaf in den Bäumen. Ab und an sah man das Größte der flugfähigen Säugetiere sogar über die Baumwipfel gleiten. Was mich sehr überrascht hatte, ist das in Sri Lanka die Eintritte zu Sehenswürdigkeiten relativ teuer sind. So kostet der Park gute 10 € Eintritt. Und das war noch eine der günstigen Alternativen. Später sind Laurin, Persia und ich noch an den Stausee gefahren um uns den buddhistischen Zahntempel dort anzusehen. Hier wird ein heiliger Zahn verehrt und dieser Tempel gilt als einer der wichtigsten buddhistischen Tempel der Welt. Jedoch haben wir uns hier den Eintritt gespart und den Abend am See genossen. Unweit von Kandy gibt es auch eine berühmte Elefantenwaisen-Aufzuchtstation. Lange haben wir darüber debattiert ob wir es besuchen sollten. Seht selbst im Video wie wir uns entschieden haben.

Quelle: YouTube.com | Lanka Tribune


Sri Lanka ist berühmt für seine Elefanten. In den vielen Nationalparks des Landes leben einige Herden. Ich habe viel im Netzt über die Elefanten und den modernen Umgang mit Selbigen sowie die Probleme die damit einhergehen gelesen. Auch wenn die Aufzuchtstation, so wie sie sich selbst nennt, zwar verwaiste Elefantenkinder, deren Eltern wohl höchstwahrscheinlich gewildert wurden, aufnimmt und pflegt, ist es dennoch moralisch sehr fragwürdig hier einen Besuch abzustatten. Zum einen hat diese Station noch nie ein Tier in die Freiheit entlassen, zum anderen ist es Fakt, dass sobald du mit einem Elefanten ein Selfie schießen kannst, ihn anfassen, füttern oder sogar reiten kannst, er in jungen Jahren psychologisch „gebrochen“ werden muss. Dies funktioniert nur mit Gewalt und Nahrungsentzug. Aus diesem Grund haben wir uns gegen einen Besuch in einer Institution in denen Wildtiere in Gefangenschaft gehalten werden, entschieden.

Wir wanderten dann lieber durch die aufregende Kleinstadt. Machten ein paar Besorgungen auf dem großen Markt, in dem es alles Lebensnotwendige zu kaufen gibt. Ananas zum Beispiel ist hier spottbillig. Äpfel hingegen brutal teuer. Umgedrehte Welt eben. Auch hängen hier an kleinen Schlachtereien allerlei Innereien von der Decke. Nichts für schwache Nerven. Sri Lanka hat im Gegensatz zu Indien Rindfleisch nicht verbannt und so konnte ich wieder etwas köstliches Rindfleisch genießen. Unter anderem wanderten wir durch kleine Dörfer auf einen nahe gelegenen Hügel. Hier befindet sich ein kleiner Buddhisten-Tempel mit einer gigantischen, weißen Buddha-Statue. Wir durften sogar gegen eine kleine „Spende“ (überall wird fordernd nach Spenden gebeten) den Rücken der Statue hochkraxeln. Hier war in den Schultern ein kleines Museum untergebracht. Auf dem Weg haben wir uns noch mit der ein oder anderen Netten Lankanesischen Persönlichkeit unterhalten oder die schönen, alten Autos und deren Überbleibsel begutachtet.

Ein großer und wunderbarer Tagesausflug ging zu einem der

berühmtesten Postkartenmotive der Insel. Mit dem Bus ging es über Dambulla nach Sigiriya (Löwenfels). Hier steht die berühmte Monolith-Festung eines der lokalen Könige, die im 5. Jahrhundert erbaut wurde. Auf einem ca. 200m hohen erstarrten Magmafelsen baute der König eine Bastion, die ihm als letzten Schutz gegen seine Feinde und Intriganten dienen sollte. Die 30€ Eintritt zu dem archäologischen Areal und auf den Felsen waren es uns aber nicht wert. Wir sprangen auf die Ladefläche eines Gärtners auf und er brachte uns etwas weiter zu einem alternativen Felsen. Der Pidurangala Fels wird gerade unter Backpackern bevorzugt, da er nur einen Bruchteil an Eintritt kostet, die Wanderung auf jenen Fels natürlicher (keine Metalltreppen) und abenteuerlicher (Kletterpassagen) ist, deutlich weniger Menschen anzutreffen sind und man letztendlich auch einen sagenhaften Blick auf den Löwen-Felsen sowie ein prächtiges 360° Panorama über den umliegenden Dschungel ergattern kann.

Auf dem Rückweg besuchten wir noch die Höhlentempel in Dambulla. Naja, um ehrlich zu sein wollte ich nicht noch mehr Geld in einen Tempel investieren. Aber Persia drängte mich dazu in dem sie mir einfach ein Ticket besorgte. Nochmals Danke. Wie fast überall waren hier wieder einmal viele Affen unterwegs. Das spannende war, dass sich der Hügel, auf dem sich die Tempelhöhlen befinden von zwei befeindeten Affenfamilien geteilt wird. So konnte ich etwas das soziale Leben der Affen studieren. Aber natürlich waren auch die Tempel sehr beeindruckend. Unzählige Statuen und mächtige Malereien gab es zu bestaunen. Nachdem wir uns dann noch den Sonnenuntergang angesehen haben, welcher die umliegenden Hügel in zauberhafte Farben tauchte, sind wir im Bus zurück nach Kandy. Und zwar im übervollen Bus. Es galt zwei Stunden zu stehen und zusammengequetscht mit Lankanesen über die holprigen Pässe zu wackeln.

Polonnaruwa - Nein, nicht Russland

Eine gemütlichere Busfahrt hatten wir nach Polonnaruwa. Wir passierten Nationalparks und Seenlandschaften. An einer großen Buddha-Statue ging es dann links weg in ein kleines Dorf. Hier befindet sich ein großes Archäologisches Areal, da hier die Hauptstadt des zweitältesten Königreiches des Landes situiert war. Wir kamen in einem schnuckeligen Gästehaus unter und ich gönnte mir mal wieder eine ordentliche Pizza. Das Essen in Sri Lanka ist lecker, aber brutal scharf. Schärfer noch als ich es Indien bisher hatte. Der Rezeptionist des Gästehauses sprach kein Wort Englisch, aber er war ausgesprochen nett und aufmerksam. So brachte er von einer seiner Einkaufstouren ein paar Joghurt für uns als Geschenk mit und fuhr uns kostenfrei mit seinem Tuk Tuk umher. Von ihm konnten wir uns auch Fahrräder leihen um am Folgetag das Archäologische Areal zu entdecken. Es ist nämlich gigantisch. An jenem Abend bestaunten wir jedoch das Gewitter, welches über dem Dorf und den anliegenden See hereinbrach. Blitze sind einfach grandios.

Am nächsten Morgen kauften wir uns die teuren Tickets und fuhren mit unseren Fahrrädern von Tempel zu Tempel, Brunnen zu Pool und Palast zu Palast. Es gibt hier wirklich außergewöhnlich viel zu entdecken und zu lernen. Je höher die Sonne stieg umso krasser wurde es auch mit den Temperaturen. Es war ein richtig schöner und gefährlich heißer Tag. Und natürlich habe ich wieder einen meiner berühmten Sonnenbrände mitgenommen. Die beeindruckendste Sehenswürdigkeit in diesem Areal ist wohl Gal Vihara. Die im 12. Jahrhundert in den Felsen gehauenen Buddha-Statuen bestechen durch ihre detailreiche, künstliche

Ausarbeitung und faszinierender Schönheit. Ob stehend, sitzend oder liegend, die enormen Skulpturen mit der Maserung des Felsen sehen einfach toll aus. In früheren Zeiten wurden hier Heilige ausgebildet und so findet man hier auch die überaus interessanten Regeln für Anwärter, die in den Stein gehauen wurden. Zum Glück gibt es die englische Übersetzung vor Ort, denn mein Alt-Singhalesisch ist aktuell etwas eingerostet.

Stundenlang besuchten wir die verschiedensten Ruinen und Artefakte. Doch die Mittagshitze setzten Persia ordentlich zu und bevor sie einen Sonnenstich erlitt, machten wir uns auf den Weg zurück ins Gästehaus. Nach einer weiteren Nacht in Polonnaruwa kehrten wir mit dem Bus zurück nach Kandy um einen Tag in unserem großartigen Hostel zu entspannen und uns auf die anstrengenden kommenden Tage vorzubereiten.

 

Was wir vorhaben? Das kannst du bald hier lesen. Es geht hoch hinaus und tief hinab. Ich freue mich auf dich! Beste Grüße, Schilli


Funfacts

- Da hat sich doch tatsächlich ein Reisender eine Kühl- & Gefrierschrankkombination im Duty Free Shop gekauft!

- Am Flughafen/Ankunftsterminal: Ein Lankanese, wohl Taxifahrer, wartet nervös mit einem Schild auf seinen Gast. Ein alter, großer und bärtiger Mann betritt die Halle und der Taxifahrer streckt ihm in hoher Erwartung das Schild entgegen. Erfolglos. Als er enttäuscht das Schild senkt kann ich den aufgedruckten Namen erkennen: Marie Luise Herzenbrock!

- Sprachgewandter Busfahrer in Dambulla. Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch hatte er fließend drauf. Beeindruckend. Nur Farsi konnte zu Persias Enttäuschung nicht sprechen.
- Während einer Kaffeepause in Sigiriya läuft doch tatsächlich ein Elefant am Café vorbei. Natürlich streng bewacht und geführt

von einem Mann mit Stock und Haken.

- Nach einem energieraubenden Aufstieg zu den Höhlentempeln Dambullas bemerkte Persia, dass man die Tickets unten kaufen muss. Also nochmal hinab…

- Enorm viele Schulklassen waren unterwegs. Großartig, die Kids waren so neugierig wer wir sind und so hatte ich viele Unterhaltungen und Fotoshootings. Und natürlich sehen die Uniformierten klasse aus.

- Am Abend im Gasthaus in Polonnaruwa traf eine geführte Tour von Russen ein. Unglaublich was man alles so an echtem Leben

verpasst wenn man mit einer exklusive Tour im klimatisierten Sprinter von Touristenattraktion zu Touristenattraktion unterwegs ist. Ganz zu schweigen von den Kosten. 7 Tage entsprechen da mehr als einen Monat reisen für mich.


Danke auch an Persia für ein paar der Bilder!


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