#25 | O(h)man, was ein Trip! | 250. Reisetag

Nun, da ich in Abu Dhabi gemeinsam mit Narek eine gemütliche Zeit verbracht hatte, hatte ich wieder Energie und auch den Drang etwas Neues zu entdecken. Nach großem hin und her, vielen Versuchen Begleitung zu finden, hatte ich mich letzten Endes dazu entschlossen auf eigene Faust, Verantwortung und Kosten ein Mietwagen zu besorgen und los zu ziehen. So buchte ich am Abend online einen Wagen um am frühen Morgen des nächsten Tages zu starten.


Roadtrip durch die Emirate

Die Autofahrt lief sehr flüssig und ohne Probleme. Zuerst sollte es mich an die Grenze zu Saudi Arabien führen. Je weiter ich in Richtung Grenze kam, umso wärmer wurde es. 37°C war dann meine persönliche Tagesspitze. Nach ein paar Stunden kam ich dann an die ersten Sanddünen der Rub-al-Chali, die größte Sandwüste der Welt. Mein Ziel war die Tal Moreeb „schrecklicher Hügel“, mit 120m eine der höchsten Sanddünen der Welt und die Größte der Rub-al-Chali. Eine 25km lange, asphaltierte Straße führt mitten durch die rotgoldenen Sanddünen zu ihr. Die Tal Moreeb war zwar beeindruckend, aber aufgrund von Dünen-Renn-Festivals leider total verbaut. Ich konnte sie auch leider nicht ersteigen. Alles war eingezäunt. Ich hätte zwar seitwärts hochstapfen können, aber die 1,6km waren mir dann doch zu weit. Doch die Straße durch die Wüste war mein eigentliches Highlight. Großartig, spaßig, beeindruckend und wunderschön!

Unter etwas Zeitdruck ging es dann nach Al-Ain. Diese, dem

Emirat Abu Dhabi zugehörige Stadt, liegt im Landesinneren und bietet phänomenale, traditionelle Bauten zu entdecken. Diese klassische Oasenstadt bietet viel mehr Geschichte als die Emirate am persisch/arabischen Golf zusammen. Klar, denn hier war das Land bereits ohne menschlichen Einfluss und Import fruchtbar. Die früher stark verteidigten Oasen sind heute das Zuhause von Richard und seiner Tochter. Die zwei haben mich für eine Nacht beherbergt und ermöglichten mir eine maximale Al-Ain Erfahrung in kürzester Zeit. So fuhren wir die alten Forts und Paläste ab und per Zufall konnten wir den traditionellen Volkstanz „Ayala“ erleben. Bei kostenlosen Datteln und Kaffee sahen wir den Männern bei Tanz mit Stöcken und Waffen zu. Die zwei Reihen und die nahe aneinander stehenden Männer symbolisieren Diversität und Einheit der Stämme zugleich. Faszinierend.


Früh am nächsten Morgen machte ich mich aber dann auf um Shicay in Dubai aufzugabeln. Über Couchsurfing konnte ich sie als Begleitung für zwei Tage gewinnen und wir so nicht nur ein paar gemeinsame Erlebnisse, sondern auch Kosten teilen konnten. Sie ist Expat hier in Dubai und hat bereits einiges hier erlebt. Gemeinsam sind wir durch die Emirate Schardscha und Adschman in den Norden der Emirate. So fuhren wir vorbei an dem berühmten sowjetischen Flugzeugwrack in Umm-Al-Quwain, einer Ilyushin IL-76 die von Kriegsgewinnlern hier vergessen, dann beschlagnahmt und heute zur Hauptattraktion des stillgelegten Flughafens und heutigem Themenhotel/Bar wurde. Von dort fuhren wir zum Jebel Jais, dem höchsten Punkt der VAE im Emirat Ras-Al-Chaimah. Und dann bekam ich endlich die Berge zu sehen. Mein Herz hüpfte endlich wieder etwas Abwechslung zum flachen, sandigen Land, der Wüste der Emirate zu entdecken.

Über eine relativ gut präparierte Straße jagte ich meinen Mazda2 die Serpentinen hoch. Ein Mordsspaß. Das dachten sich auch die Ferraris und Lamborghinis, welche mit einem Tempo um die kurzen schossen, das mein Mietwagen wahrscheinlich als Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn erreicht. Na gut, vielleicht übertreibe ich hier ein wenig. Am obersten Parkplatz machten Shicay und ich mich dann auf die Spitze zu erklimmen. Der Hauptgipfel des Berges liegt leider bereits im Oman und ist für uns nicht zu erreichen, jedoch bestiegen wir den Seitengipfel und höchsten Punkt der Emirate auf ca. 1.911m ü. N.N. Dort trafen wir eine kleine Gruppe Touristen aus Pakistan. Sie sangen traditionelle Lieder und als ich Rhythmus und Laute glaubte drauf zu haben, habe ich mich zu ihnen gesellt und mitgegrölt. Das war witzig. Zudem war der Blick auf den Golf, die Wüste und die Omanischen Berge natürlich überragend.

Shicay hatte bereits eine großartige Möglichkeit für unser Nachtlager organisiert. In der Sandwüste im Emirat Dubai treffen sich ein paar Emiratis und Expats für eine gemeinsame Feier und Wüstencamp. Und wir sind natürlich auch mit von der Partie. Im Gegensatz zur idyllischen Einsamkeit im Iran war dieses hier eine richtige Party. Ca. 60-70 Personen aus aller Welt trafen sich hier, tanzten, kochten, grillten und tranken zusammen. In mir kochte die Musikfestival-Stimmung. Perfekt. Natürlich verbrachte ich die letzten 3-4 frühen Morgenstunden mit einigen neu gewonnen Freunden um ein Lagerfeuer und wir schmetterten einen Song nach dem anderen aus meiner Guitarlele.


Am nächsten Morgen setzte ich Shicay wieder in Dubai ab und fuhr nach Osten in das Emirat Fujairah. Damit habe ich dann alle 7 Emirate besucht. Zuerst ging es ab in die Berge, in die Grenzstadt Hatta, wo sich der größte Staudamm und somit auch das größte Wasserreservoir des Landes befindet. Natürlich habe ich mir diesen nicht entgehen lassen. Da ich alleine unterwegs war, habe ich mir eine Kanufahrt erspart und habe die Zeit in etwas Weiterbildung im Freilichtmuseum / Museumsdorf in Hatta investiert. Hier habe ich alte Burgen, Häuser und Werkstätten begutachten können und viel über die Geschichte, Kultur und ehemalige Lebensweise der Wüstenbewohner gelernt. Auf dem Weg zur Küste habe ich noch das ein oder andere Wadi besucht. Wadis sind ausgetrocknete Flussläufe teilweise noch mit Vegetation.

An der Küste in der Hauptstadt habe ich bei Ruth, einer ausgewanderten Britin übernachten dürfen. Sie hat mir ein paar Dinge empfohlen, die am kommenden Tag, dem letzten meines kleines Rundtrips, machen kann. So bin ich die Küste nordwärts gefahren und habe an einem der vielen verlassenen Strände Halt gemacht. Unweit des Strandes war eine Insel zu erkennen. Wie ich später erfuhr handelte es sich um „Snoopy Island“. Ich planschte etwas im Wasser und habe mich dann trotz dessen, dass ich komplett alleine war, dazu entschlossen zu Insel zu schwimmen. Lange habe ich hin und her überlegt ob ich es wagen sollte. Aber dafür war ich ja schließlich unterwegs: Abenteuer. So holte ich mein Schnorchel-Equipment und machte mich auf zur Insel. Zum Glück hatte ich meine Kamera mit dabei, denn die Unterwasserwelt war einsame Spitze! Unglaublich farbenprächtige Fische konnte ich entdecken, verfolgen und bestaunen.  Unzählbare Fische durchkreuzten meine Bahn zur Insel. Ich habe es auch tatsächlich bis zur Insel geschafft und die dort lebenden Korallen bestaunt. Und dann geschah es… mein Herz hörte auf zu schlagen… Schock! Ich war gerade dabei ein kleines Video der Fische zu filmen, da blickte ich über meine Schulter und sah einen großen Hai im Wasser schweben. Also kein so ein kleines Haichen, nein. Ich schätze so grob auf >1,80 Länge. Nach dem kurzen Schock war ich total fasziniert von dem großen Raubfisch, wie er elegant durch sein Terrain gleitet. Zum Glück hat er sich nicht weiter für mich interessiert…hätte ja auch keine Chance gehabt, ich bin in seinem Terrain leider nicht so wendig und elegant. Ein krasses und außergewöhnliches Erlebnis. Unbezahlbar. Später habe ich von Tauchern erfahren, dass es sich um einen Schwarzflossen Riffhai handelt. Der frisst kleine Fische und niemals Taucher. Schnorchler schon gar nicht.


Wieder am Strand habe ich erst einmal mein Adrenalin Level wieder in den Griff bekommen und bin mit dem Auto weiter in den Norden, nach Dibba, gefahren. Immer die fabelhafte Küste entlang. Danach ging es quer durch die Emirate langsam aber sicher zurück nach Abu Dhabi. Auf der Strecke hab ich mir noch einige schöne Plätze angesehen. Dämme, Wüsten, große Dünen und atemberaubende Felsformationen, kleine Hügel, die sich inmitten der Sanddünen auftürmen. Leider hatte es das Wetter nicht so gut mit mir gemeint. Es gab einen lang dauernden Wolkenbruch. Ein Segen für das Land, ein kleines bisschen ärgerlich für mich. Wollte ich doch noch ein paar coole Fotos und Videos von der phantastischen Landschaft und den kleinen Dörfern machen, die ich passierte.


So kam ich aber etwas eher in Abu Dhabi an und konnte mich nach >2.000 Kilometern am Abend bei Narek wieder etwas entspannen. Am gleichen Abend machte ich mich dann noch daran via Couchsurfing einen Roadtrip durch den Oman zu organisieren. Einige Interessenten und Anfragen galt es zu koordinieren und bürokratische Hürden zu meistern. Am Folgetag hatte ich gute Begleitung ausgewählt und war bereit die ersten Buchungen zu machen. Da springt sie doch tatsächlich ab. Visa-Probleme. So ein Mist, all die Planung umsonst und die Kosten konnte bzw. wollte ich natürlich nicht selbst tragen. Nach ein paar Minuten Trauer habe ich mich am Abend jedoch dazu entschieden einen Trip in den Oman nicht zu verpassen.

Ein Kurztrip im Oman

So machte ich mich früh morgens spontan auf nach Dubai. Im Internet konnte ich nicht viel Infos finden, aber es soll wohl einen Bus geben, der direkt von Dubai nach Muscat fährt. In Dubai fragte ich mich dann durch. An vier verschiedenen Busbahnhöfen habe ich bestimmt über 15 Personen gefragt und immer konkretere Infos bekommen. Ein Mordsaufwand. Tatsächlich fand ich dann einen Bus mit Omanischen Kennzeichen, der auf einem Supermarktparkplatz stand. Den Fahrer gefragt und tatsächlich. Es handelt sich um den offiziellen Bus der Omanischen Regierung, der Touristen ins Land holt. Das hätte man besser organisieren können, aber ich hatte mein Ziel erreicht. Also ging die 8 Stündige Fahrt nach Muscat los. Der Bus war miserabel und unkomfortabel. Er hatte eine Klimaanlage, die jedoch den Innenraum auf gefühlte Kühlschranktemperatur herunter kühlte. Unangenehm. Aber wie ich später erfuhr, hat der Oman erst vor ein paar Jahren Busse eingeführt. Gab es vorher einfach nicht und das merkt man auch den Fahrern an. Sonderlich viel Erfahrung haben die nicht.

An der Grenze gab es dann einen kleinen Streit mit den Beamten. Eigentlich sollte das Visa für mich kostenfrei sein, es gibt eine Koalition zwischen dem Emirat Dubai und dem Oman. Da ich aber ein Stempel vom Fährhafen und nicht vom internationalen Flughafen in Dubai hatte, verlangten sie nochmal 5 Omanische Rial. Am Ende blieb mir nichts übrig als zu bezahlen. Und der omanische Rial ist stark, sehr stark. 1 Rial entspricht ca. 2,5 €! Und so sollte es auch bleiben, der Oman ist noch teurer als die Emirate. Wahnsinnspreise. Aber nun gut, der Busfahrer mit dem ich mich bereits gut angefreundet hatte, hat mich in Laufnähe zu meiner Gastgeberin an einem Autobahnkreuz heraus gelassen. Na gut, er bat dafür um eine kleine Spende, aber da ich kein Bargeld dabei hatte (das habe ich ihm zumindest vorgelogen) hat er es auch ohne Bezahlung gemacht.

So traf ich meine Gastgeberin Hilde in einer Shisha-Bar am Strand von Muscat. Hilde ist geborene Holländerin, lebt aber bereits seit über 12 Jahren hier in Muscat. Und sie ist leidenschaftliche Shisha-Raucherin. Sie erzählte mir sehr viel über das Leben und die Veränderungen hier im Oman. Es war super sie an meiner Seite zu wissen und von ihr zu lernen. Da sie am ersten Tag arbeiten musste machte ich mir erst einmal ein eigenes Bild der Hauptstadt. So lief ich die schöne Strandpromenade entlang. Und das ganze 15km! Es war wunderbar. Vorbei an großen weißen Sandstränden, durch Palmengärten, Brücken durch Mangroven bis hin zu den berühmten Steilküsten des Omans. Ein grandioser Marsch mit tollen Eindrücken. Der Sultan, Alleinherscher in der absoluten Monarchie, hatte unter anderem das Dekret erlassen, dass keine Hochhäuser erbaut werden dürfen. Klasse Entscheidung finde ich. Und nicht nur deswegen, sondern wegen vielen Modernisierungen hegen das Volk und die Expats hier große Sympathie gegenüber dem 77 jährigen Qabus ibn Sa'id Al Sa'id. Ähnlich zu den Emiraten herrscht im Oman auch die Scharia, welche aber – im Gegensatz zu Saudi Arabien – eher modernisiert ist und manch westlicher Einfluss, vor allem bei und für Touristen geduldet wird.

Ich genoss eine gemütliche Zeit mit Hilde, bei traditionellem Arabischen Essen und natürlich Shisha. Zudem machte ich mich nützlich und reparierte noch ein paar Lichter in ihrer Wohnung. Ich lernte einige ihrer Freunde kennen und bin auch positiv überrascht wie sich im Gegensatz zu den Emiratis die Omanis wie normale Menschen verhalten sich den Menschen in ihrem Land eher öffnen und „anfassbar“ sind. Am zweiten Tag kam dann ein weiterer Couchsurfer an. Tarek aus Kuwait, geborener Jordanier, besuchte Muscat über das Wochenende. Gemeinsam führte uns Hilde dann in ihrem Jaguar durch die Gegend. Wir besuchten die schönsten und interessantesten Ecken der Stadt. Besonders bemerkenswert ist der Besuch des Palastes des Sultans. Ein wahnsinniges Areal außerhalb der Stadt umgeben von weiteren Palästen in denen einige seiner Ministerien untergebracht sind. Schön war, dass gerade eine Schulklasse aus einem Dorf im Inland eine Exkursion in die Hauptstadt machte und wir diese vor den Toren des Palastes trafen. Ich konnte mich etwas mit den Kids unterhalten und es war ein schönes Bild die Kinder in ihren traditionellen Kleidern zu sehen. Neun Paläste hat der Sultan überall im Land verteilt. Und sogar in Garmisch-Patenkirchen in Deutschland hat er eine Residenz. Weiter sind wir durch die Hügel der Stadt gefahren und haben alte Festungen, Moscheen und die Altstadt erkundet.

Nachmittags sind wir dann zum Yachthafen gefahren. Durch die Berge ist die Stadt relativ systematisch unterteilt. In jedem Tal gibt es einen anderen Bereich. Ob Wohngegend, Arbeiterviertel, Märkte, Botschaften oder eben dieser Hafen. Ich finde es sehr schön hier und die Mischung aus Berge, postkartenmäßige Strände, Steilküsten und Täler bietet sehr viel Abwechslung. Im Yachthafen hatte Hilde eine kleine Bootstour für uns organisiert. Natürlich kostete die etwas, aber es war auf jeden Fall seinen Preis wert. Der Oman ist berühmt für seine Steilküsten und einzigartige Felsformationen. Selbst Sindbad der Segler sollte ihr angelegt haben um die Schönheit zu bewundern. So fuhren wir zwei Stunden die Klippen entlang, sahen Felsen die wie Elefanten oder Gesichter geformt waren, durchfuhren Tunnel, passierten Festungen und genossen die Zeit an Bord des kleinen Bootes.


Am Abend besuchten wir ein tolles, traditionelles Restaurant in welchem wir “Shuwa“ bestellten. Dieses Gericht wird traditionell zum Ende des Ramadans zubereitet. Es dauert nämlich ein paar Tage bis das in Bananenblätter gewickelte, marinierte Fleisch, mit ein paar Kohlen im Wüstensand durchgart. So haben die Omanis ihre Vorfreude auf das Ende der Fastenzeit zelebriert. Und in der Tat, das Essen war hervorragend. Am nächsten Morgen sprangen Tarek und ich noch ins Meer, das übrigens außerordentlich warm war und wir zogen unsere Bahnen entlang des Strandes. Und dann galt es auch leider bereits wieder mich an die Weiterreise zu machen. Mit dem Bus ging es wieder nach Dubai. Zwei Nächte wollte ich noch in der Metropole bleiben um mich auf meinen Flug nach Indien und die nächste Kultur vorzubereiten. Zudem hatte ich dann doch noch etwas auf meiner Liste:

Da geht er hoch hinauf

Ein paar Tage vorher hatte ich mich spontan doch beschlossen das höchste von Menschenhand erschaffene Gebilde zu besuchen. Den 828m hohen Burj Khalifa, der nach Vorbild einer Wüstenpflanze entworfen wurde, von innen zu sehen wollte ich mir dann doch nicht entgehen lassen. So investierte ich das Geld und machte mich auf um meinen Besuchstermin wahrzunehmen. Mit dem Aufzug ging es in 55 Sekunden zum 124. Stockwerk auf 452m. Der Ausblick von der Außenterrasse ist beeindruckend. Wie alles in Dubai. Der Turm bricht einige Weltrekorde, ist wahrlich ein imposantes Bauwerk und das Design gefällt mir auch. Aber wie gesagt: hier sollte eigentlich Wüste sein… krass. Dennoch genoss ich den Besuch und bestaunte Dubai aus der Vogelperspektive für eine ganze Zeit lang, auch wenn das Wetter nun nicht perfekt dafür war. Aber für mich ausreichend.

Quelle: YouTube.com | Neon Cartoons Production


Den restlichen Tag verbrachte ich mit Vorbereitungen für Indien, ein paar Einkäufe und Recherchen für meine Ankunft. Man will ja vorbereitet sein, sollten die Indischen Taxifahrer ihrem Ruf gerecht werden. So machte ich mich am nächsten Morgen zum gigantischen Flughafen von Dubai und bemerkte dann, dass ich ja nur 15kg Gepäck aufgeben darf. So entnahm ich ein paar „überflüssige“ Dinge und schaffte es tatsächlich ohne großen Aufwand mein Gepäck entsprechend anzupassen. Mit der Indischen Airline Indigo sollte ich in 2,5 Stunden in Mumbai landen. Nach meinem Start auf Kreta mein erster Flug nach 8 Monaten. Ich wollte ja Flieger eigentlich vermeiden, aber es fahren keine Passagierfähren zwischen der arabischen Halbinsel und Indien. Da blieb mir nichts anderes übrig. Also, dann mal los.

 

Wie hart mich die Indische Kultur herausfordern wird, kann ich euch hoffentlich bald berichten. Ich bin selbst gespannt wie ein Flitzebogen. Bis bald ihr Lieben. Euer Schilli


Funfacts

- Auf meinem Weg zur Tal Moreeb bin ich im AbuDhabiBikeRide 2017 stecken geblieben. Direkt hinter den Fahrradfahrern bin ich auf die Autobahn gefahren. Also im Fahrradtempo die nächsten 1,5 Stunden herumgurken. Es gab weder eine Umfahrung noch eine Möglichkeit zwischen den Begleitautos, Polizei und TV-Wagen vorbei zu schleichen. Zudem waren diverse Helikopter mit

im Einsatz. Also ruhig angehen lassen. In der Tat hat mich das Tempo der professionellen und semi-professionellen Radler teilweise stark beeindruckt.

- Am Jebel Jais wollte ich einen Klettersteig machen. Und von oben dann mit der Seilbahn (Zip-Lining) nach unten. Jedoch waren mir 150€ dafür wesentlich zu teuer.

- Auf dem Weg zum Wüstencamp haben wir ein professionelles Shooting der neuesten Lamborghini Modelle in den Sanddünen entdeckt. Sah top aus…aber Sportwagen im Sand?

- Ich bin immer noch verwirrt mit den Wochenenden. Mal Do+Fr, dann Fr+Sa…verrückt

- Hilde hat mir ein großartiges Schlafgemacht vorbereitet. In schönstem Rot mit Herzkissen und Plüschtieren.

- Ein günstiges Mittagessen. Pommes Frites, einen kleinen Burger und eine Cola für 10 Rial. 25€!!!

- Zu viel für mich. Jetzt muss ich selbst noch die Steuern auf Produkte draufrechnen? Das kann ja was werden. Ich hasse Nettopreisangaben.

- In den Golfstaaten wird dir der Teller unter der Nase weggezogen. Du bist noch am Kauen, da kommen die Kellner und reißen den leeren Teller vom Tisch. Seine Gäste vor einem leeren Teller sitzen zu lassen gilt als besonders unhöflich. Entweder nachlegen oder Teller weg.

- Am Burj Khalifa kann man, wenn man möchte, zweimal den Sonnenuntergang genießen. Am untersten Stockwerk den Ersten, dann ab in den Hochgeschwindigkeitsaufzug und vom obersten Stockwerk das Naturspektakel nochmals bestaunen.



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