#2 | Letzte Vorbereitungen

Es ist wahnsinnig, was es alles zu beachten gibt, wenn man auf eine Langzeitreise starten möchte. Meldegesetze müssen beachtet, Versicherungen gecheckt, genullt oder abgeschlossen werden und unzählige weitere Dinge, die einem jedem Tag, dem man der Abreistag näher kommt, erst bewusst werden.

 

Umso schöner ist es, dass die weltweite Community im Internet diverse Blogs, Info-Seiten und Hilfsmittel bietet. Auch wenn jede Individualreise in allererster Linie genau das ist; individuell, unterstützen einen die mannigfaltigen Angebote im Internet sehr. Was jedoch noch viel mehr hilft, ist der Kontakt zu erfahrenen Reisenden zu suchen und sich auszutauschen. So erhält man ein klareres Bild davon, wie die eigene Reise aussehen und verwaltet werden könnte. Selbstverständlich gibt es bei Reisen dieser Art keine vollständige Vorbereitung oder einen persönlichen Masterplan. Und genau das macht ja auch den Reiz aus, auf den ich bzw. wir so abfahren.

Und genau aus den oben genannten Gründen werde ich unter der

Rubrik „Ratgeber“ auch meine Erfahrungen im Bezug auf Reiseplanung, Vorbereitung, das „Unterwegs-sein“ und Nachbereitung strukturiert sammeln und darlegen. Mit allem was dazu gehört. So entsteht langfristig gesehen ein Weltreise- bzw. Individualreise-Ratgeber mit allem, was ich dazu sagen kann.

Wenn du also Lust hast, dann schaue in Zukunft doch einmal vorbei. Natürlich freue ich mich stark über deine Meinung und Ansichten. Aktuelle sammle ich noch Informationen, tausche mich über fachspezifische Foren aus und bilde mich durch Fachliteratur weiter. Die Artikel werden also Step-by-Step (oh Baby…) hochgeladen. Solltest du Interesse daran haben, schreibe mir doch eine Mail, so kann ich dich immer über neue Ratgeber-Artikel informieren.

 

Meine Vorbereitungen sind auf jeden Fall recht gut, ich persönlich möchte zum aktuellen Zeitpunkt auch behaupten – sehr gut, gelaufen.

Ich hatte damit dann zum Glück ausreichend Zeit noch viele tolle Dinge zu erleben. Vor allem Zeit und Spaß mit meinen liebsten Menschen zu verbringen. Hier war das Festival, von welche ich im ersten Artikel erzählte, natürlich die Oberklasse. Zusätzlich jedoch, konnte ich Deutschland nochmals bereisen und weitere Menschen treffen.

Hamburg zum Beispiel war grandios. Dort habe ich mich mit meinem besten Kumpel, welcher in Kopenhagen studiert, getroffen. Ich hatte das große Privileg noch Hotelgutscheine zu besitzen und 4 wundervolle Tage in Hamburg zu verbringen. Ein Hotdog unten am Hafen, ein Karaokeabend auf dem Kiez und eine große Hafenrundfahrt sind definitiv Dinge, die ich dir empfehlen möchte. Eine tolle Stadt, mit großartigen Menschen und einem eigenem, interessanten und sympathischen Flair.

 

Direkt nach Hamburg ging es dann in die Alpen nach Kitzbühel. Naja, du hast ja Recht, Kitzbühel ist nicht Deutschland. Aber der nördliche Zipfel Österreichs hat mir jetzt keinen Kulturschock verpasst. Hier habe ich

turboschöne Tage mit meinem ehemaligen Mitbewohner und zweitem besten Kumpel verbringen dürfen. Nochmals uns selbst und die Alpen abfeiern, das war unser Auftrag welchem wir natürlich mit Begeisterung nachgingen.

Als leidenschaftlicher Kletterer und Bergsteiger hat mich mein ehemaliger Mitbewohner nochmals richtig mit Grenzerfahrungen gefordert und gefördert. Unglaublich schöne Erlebnisse, welche die Großartigkeit unserer gemeinsamen Zeit einen perfekten Abschluss lieferte. Sportklettern im Kaisergebirge (an einem Kletterfelsen…fast…aber leider nicht alpin) forderte mich kräfte- und kopfmäßig sehr heraus, doch mit einer Kletterroute im Schwierigkeitsgrad 5+ konnte ich meine Niveau sogar noch etwas nach oben verschieben.

 

Total überragend war der Klettersteig in den Kitzbüheler Alpen. Der Klettersteig auf den Marokka ist über der 2.000m Grenze ein total tolles Erlebnis. Als kompletter Neuling was Klettersteige betrifft, war ich natürlich sehr gespannt ob ich es mit meiner Statur und der Ungewissheit wie ich auf die Höhe reagiere, schaffen werde. Doch bereits nach ein paar Höhenmetern hat mich der Kletterrausch wieder gepackt. Es war anspruchsvoll, kraftraubend aber auch unersetzbar wundervoll. Sogar eine installierte Seilbrücke über 20m Länge konnten wir meistern.

Nach stundenlangem Erklimmen über freistehende und ausgesetzte Felsvorsprünge in zauberhafter Umgebung haben wir den Gipfel, gerade

noch vor einem Unwetter mit Sturm und Hagel geschafft. Und vollbepackt mit Stahlkarabinern, ausgesetzt aus einem Felsen mit einem Drahtseil verbunden, willst du garantiert in kein Gewitter kommen. Es war also wie immer: perfektes Timing! Und so schlecht konnte meine Kletterperformance auch nicht gewesen sein, denn ich durfte bereits 2 Wochen später meine erste Mehrseillängen-Tour im Donautal auf den 90m hohen Stuhlfelsen abschließen. Ein bisschen hat mich das Kletterfieber doch auch gepackt. Mal sehen welche Ort ich so auf meiner Reise noch erklimmen kann.

Das waren also so die Highlights meiner letzten Zeit in Deutschland. Großartig waren natürlich alle Begegnungen und Feiereien.

 

Und was ist jetzt? Tja…nun ist es Fakt. Ich bin unterwegs. Ich schreibe diese Zeilen gerade aus dem kunterbunt lackierten HARIBO TROPIFRUTTI Flugzeug von TUIfly auf dem Weg nach Kreta. Uploaden werde ich den Artikel zwar erst im Hostel, doch ich nutze die Zeit um die letzten Tage und Wochen hiermit nochmals zu reflektieren und abzufeiern.

 

Danke an alle, die in den letzten Wochen nochmals Zeit für mich genommen haben! Ich vermisse euch schon jetzt.

 

Du hörst also von mir wieder in ein paar Tagen und Berichte von den Highlights, die mir ab Landung in Heraklion so geschehen sind. Bis

dahin eine gute Zeit!



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